Imposante Bauwerke der Antike und Neuzeit

Die Pyramiden von Gizeh

Die Pyramiden von Gizeh in Ägypten gehören zu den ältesten erhaltenen Bauwerken der Menschheit. Sie sind das einzige erhaltene der sieben Weltwunder der Antike. Die größte und vermutlich bekannteste Pyramide ist die des Pharao Cheops. Sie war ursprünglich 146,6 m hoch (heute: 138,75 m), die Seiten sind im Mittel 238,7 m lang und ihr Neigungswinkel beträgt 51°50'. Die Pyramide wurde aus rund 3 Millionen Steinblöcken errichtet, deren durchschnittliches Gewicht bei je 2,5 t liegt. Die mittlere der drei Pyramiden ist die des Pharao Chephren. Sie war ursprünglich 143,5 m hoch (heute: 136,4 m), die Seitenlänge beträgt 215,25 m und ihr Neigungswinkel beträgt 53°10'. Die kleinste der drei Pyramiden ist die des Pharao Mykerinos. Die Mykerinos-Pyramide war ursprünglich 65 m hoch, womit sie nicht mal halb so hoch wie die beiden anderen Pyramiden ist. Die Seiten sind 102,2 m × 104,6 m lang (mittlere Basislänge 103,4 m), und ihr Neigungswinkel beträgt 51° 20', womit er fast mit dem der Cheops-Pyramide identisch ist. Alle drei Pyramiden waren komplett mit Kalksteinplatten verkleidet.

Die Pyramiden von Gizeh

Canadian National Tower

Der CN Tower in der Innenstadt Torontos ist gegenwärtig der höchste Fernsehturm der Welt. Der aus vorgespanntem Beton bestehende Schaft wurde mit einer Gleitschalung betoniert. Dabei wuchs der Turm um bis zu sechs Meter täglich. Die eingebauten Spannglieder sind bis zu 454 Meter lang. Der 553 Meter hohe Turm weicht nur 2,7 Zentimeter von der perfekten Senkrechten ab. Der Stahl- Sendemast wurde aus 39 Einzelteilen zusammengefügt und mit einem Transporthubschrauber auf die Spitze des Space Decks befördert. An einigen Stellen wurden Heizdrähte verlegt, um Vereisungen und die damit einhergehende Gefahr von herab fallenden Eisbrocken zu verhindern. An anderen Stellen überzog man die Oberfläche mit glattem, glasfaserverstärktem Kunststoff, um so das Festsetzen von Eis unmöglich zu machen.
CN-Tower

Der Leuchtturm auf der Insel Pharos vor Alexandria

Dieser war der höchste je gebaute Leuchtturm, der erste seiner Art und eines der sieben antiken Weltwunder. Ursprünglich enthielt die Weltwunderliste die Stadtmauern von Babylon, die später, da in hellenistischer Zeit zerfallen, durch den Leuchtturm ersetzt wurde. Der Turm soll etwa 115 bis 160 Meter hoch gewesen sein.
Leuchturm auf der Insel Pharos

Taipei Financial Center

"Taipei 101" ist der Name eines Wolkenkratzers in Taipeh, der Hauptstadt der Republik China auf Taiwan. Der Taipei war der höchste Wolkenkratzer der Welt (ohne Antennen oder Masten einzubeziehen), bis er vom Burj Dubai abgelöst wurde, der momentan gebaut wird und zwischen 818 und 900 Meter hoch werden soll. Mit 509 Metern ragt Taipei weit über die Skyline der Stadt. Neben den 101 oberirdischen Stockwerken gibt es weitere 5 unterirdische.  Das Gebäude steht auf einem Fundament aus 9.000 Tonnen Stahl und 26.000 m³ Beton, die auf 557 Betonpfeilern ruhen. Nach oben hin tragen das Gebäude je zwei Säulen an jeder Ecke, 3 m lang und 2,4 m breit. Diese Säulen bestehen aus stahlummanteltem Hochleistungsbeton und reichen bis zur Ebene 67. Darüber hinaus bestehen die Säulen nur noch aus Stahl. Die Steifigkeit der Konstruktion wird dadurch erreicht, dass in jedem 8. Stockwerk 16 Quer- und Längsstreben eingezogen sind. Diese bilden ein zweistöckiges Schachbrettmuster mit 9 Feldern. Zwischen dem 88. und 92. Stockwerk befindet sich eine 660 Tonnen schwere, vergoldete, aus einzelnen Scheiben gefertigte Stahlkugel mit einem Durchmesser von 5,5 m, die mit Dämpfungselementen versehen ist und so eventuellen Schwankungen des Gebäudes entgegenwirkt. Sie nimmt im Falle eines Erdbebens die Schwingung des Gebäudes auf.
Taipei 101

Der Koloss von Rhodos

Der Koloss von Rhodos war die über 30 m hohe, monumentale Bronzestatue des Gottes Helios (griech. Sonne), aufgestellt in der Inselhauptstadt Rhodos der gleichnamigen Insel. Am Anfang des 3. Jahrhunderts v. Chr. entstanden, zählte die Kolossalstatue bereits in der Antike zu den Sieben Weltwundern. Aus den antiken Textquellen geht eindeutig hervor, dass der Koloss von Rhodos aus gegossener Bronze bestand. 12 Jahre Entstehungszeit sind für die 70 Ellen (30-35 m, exaktes Ellenmaß unbekannt) hohe Statue überliefert. Die Bronzegusstechnik, nach der in der Gusswerkstatt gearbeitet wurde, muss heute rekonstruiert werden. Neuere Funde in Rhodos machen aber wahrscheinlich, dass die Figur in der Nähe ihres Standortes in großen Einzelstücken gegossen wurde.
Koloss von Rhodos

Trogbrücke Magdeburg

Das Kernstück des Wasserkreuzes bei Magdeburg ist die, mit 918 Meter, längste Kanalbrücke der Welt. Dort führt der Mittellandkanal über die Elbe. Der riesige Trog ist 32 Meter breit und hat eine Tiefe von 4,25 Meter. 85.000 Tonnen Stahl und 600.000 Tonnen Beton wurden hier verbaut.
Trogbruecke Magdeburg

Die hängenden Gärten der Semiramis zu Babylon

Die Hängenden Gärten der Semiramis waren eine aufwendige Gartenanlage in Babylon am Euphrat (Zweistromland, im heutigen Irak gelegen) und eines der Sieben Weltwunder der Antike. Errichtet von König Nebukadnezar II., als Geschenk an seine Frau, einer persischen Prinzessin. Auf einem Kellergewölbe (entdeckt von Robert Koldewey, 1898) befand sich ein terrassenförmiger Zentralbau, jede Terrasse fünf Meter über der darunter liegenden Terrasse. Das Gewölbe war mit 5,45 Meter langen und 1,35 Meter breiten Steinbalken bedeckt, darauf folgte eine Lage Schilf mit Asphalt vermischt, dann eine doppelte Schicht gebrannter Ziegel. Die Fugen wurden mit Gips vergossen. Dann folgte eine Bleischicht zur Feuchtigkeitsisolierung des Unterbaus. Auf die Bleilage wurde eine drei Meter hohe Erdschicht aufgebracht, der eigentliche Garten, worin aufgrund der enormen Höhe auch Bäume wachsen konnten. Jede Terrasse bildete einen Garten für sich, daher auch die Bezeichnung im Plural "Hängende Gärten". Das Bild eines einzigen Gartens wurde durch die Vielzahl an Kletterpflanzen erreicht, die sich von einer Ebene zur nächsten rankten. Ein einziger grüner Berg mit einer reichhaltigen Flora, die zu schweben und zu hängen schien.
Die hängenden Gärten der Semiramis